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Sonntag, 1. März 2009

Pinkeln gegen Pennies: Ryanair mit Münztoiletten?

Der größte europäische Billigflieger Ryanair wird seine Passagiere möglicherweise in Zukunft zur Kasse bitten, wenn sie im Flugzeug die Toilette benutzen. Sein Unternehmen erwäge dafür eine Gebühr von einem Pfund (rund 1,12 Euro) einzuführen, sagte Vorstandschef Michael O`Leary am Freitag in einem Fernsehinterview mit der BBC. „Ich glaube nicht, dass jemals ein Passagier eine Ryanair-Maschine bestiegen hat, und weniger als ein Pfund in der Tasche hatte“, sagte O'Leary weiter.

Das ganze ist wohl eher eine virale Guerilla-Marketing-Strategie mit Bad news is good news-Tendenz. Ryanair hat ja auch keine Probleme damit, harmlose Blogger wüst als Idioten zu beschimpfen. Aber sind wir mal ehrlich: Wer bucht schon Ryanair, weil die Flieger komfortabel, Preise und Konditionen transparent, Flugpersonal nett, die Flugzeugbemalung ansprechend und die Website kundenfreundlich gestaltet ist?



Samstag, 24. Januar 2009

KrasAir und die Bauchlandung: Airlines und Marketing

Es gehört heute wirklich nicht mehr viel dazu, eine kleine Recherche durchzuführen, um herauszufinden, ob ein Markenname in mehreren Sprachen funktioniert. Aber auch Brand-Research-Agenturen, spezialisiert darauf, internationale sprachliche Fettnäpfchen zu vermeiden. Das Hat KrasAir auch nicht mehr geholfen. Was auf Deutsch zumindest krass klingt, ist schon nah am Crash - tatsächlich musste die russische Fluggesellschaft mit Sitz in Krasnojarsk in Sibirien im Jahr 2008 aufgrund finanzieller Probleme und mehrerer Streiks der Mitarbeiter den Flugbetrieb einstellen. Im Jahr 2001 beförderte KrasAir erstmals mehr als 1 Million Passagiere. Sie gehörte nach eigener Darstellung zu den drei größten Fluglinien Russlands. Bauchlandung!

Noch mehr Marketing-Pfuschereien: Doofes Social Network und andere sprachliche Hürden bei der Vergabe von Markennamen

Air Kitty - noch so ein Schwachsinn mit dem niedlichen Nippon-Maskottchen


Donnerstag, 11. Dezember 2008

Schwachsinn: Goldbair- Das Gummibärchenflugzeug

Der Ferienflieger TUIfly hat eines seiner Flugzeuge mit Harobo "gebrandet" und das ganze GoldbAIR genannt. Toller Marketing-Gag. In der Pressemitteilung, in der der gekonnte Werbetexter ein sympathisches Werbebild basteln will, liest man auch ganz quietschvergnügt:



Wer Glück hat, fliegt bei seinem nächsten Urlaubsflug mit TUIfly in einer ganz außergewöhnlichen Boeing 737. Denn ab heute trägt einer von 45 TUIfly Urlauber-Jets eine auffällige Sonderlackierung im exklusiven Goldbären-Design und wirbt fortan als „fliegender Botschafter“ für die Firma HARIBO. So war es auch kein anderer als der HARIBO-Werbestar Thomas Gottschalk, der heute am Airport Köln/Bonn zusammen mit den Geschäftsführungen beider Unternehmen die blaubunte Boeing 737 auf den Namen „GoldbAIR“ taufte.
Foto: Fotocommunity

Welche ein Glück. In gekonntem Werbetexter-Jargon fachsimpelt der geneigte PRler weiter:

„Wir haben damit eine perfekte Kommunikationsplattform mit zielgruppenspezifischer Breitenwirkung, denn beide Marken passen aufgrund ihrer
starken Familienorientierung emotional sehr gut zueinander. Mit der Goldbär-Bemalung bieten wir unseren Fluggästen ein Flugzeug mit dem etwas anderen Look“, so Dr. Bernd Schmaul, Mitglied der TUIfly Geschäftsführung, unter anderem für das Marketing verantwortlich.HARIBO nutzte die Flugzeugtaufe am Airport Köln/Bonn auch zur Vorstellung einer neuen Kreation: Die neuen HARIBO „SAFT GOLDBÄREN“. In einem Werbespot wird die „GoldbAIR“ Boeing 737 im neuen HARIBO-Look künftig gemeinsam mit Thomas Gottschalk bei der Produktdarbietung der neuen HARIBO „SAFT GOLDBÄREN“ eine relevante marketingübergreifende Rolle einnehmen.


Saftige Urlaubsflüge nach Kroatien oder eine gummiweiche Landung in Hamburg? Oder einfach nur süße Ferien in Salzburg? Als Marketing-Fuzzi muss man sich schon fragen: Welchen Image-Transfer wollen der Ferienflieger und der Gelatineverarbeiter denn damit erreichen? Schwachsinn!


Mittwoch, 19. November 2008

Heute ist man mit Aldi-Tüten der King...

...wer bei Deutschlands beliebtestem Gemischtwarenhändler (der Laptop mit Wurst und Schuhcreme...) einkauft, der kann auch gleich billige Mitmachsongs aus den Siebziger Jahren zweitverwerten...

Samstag, 18. Oktober 2008

Doofes Social Network und andere sprachliche Hürden bei der Vergabe von Markennamen

Es gehört heute wirklich nicht mehr viel dazu, eine kleine Namensrecherche durchzuführen, um herauszufinden, ob ein Markenname in mehreren Sprachen funktioniert. Ganze Brand-Research-Agenturen gibt es mittlerweile, um internationale sprachliche Fettnäpfchen wie die der amerikenische Tischdeckenmarke Puff zu vermeiden - das Produkt wurde in Deutschland aus naheliegenden Gründen nicht so gut vom Markt angenommen, wie vom amerikanischen Hersteller erhofft. Der Absatz des Mitsubishi Pajero kam auf dem spanischen Markt nur schleppend voran- wer möchte schon in einem Auto herumfahren, dessen Name auf spanisch Vollidiot bedeutet...? Ähnliche sprachliche Marketing-Griffe ins Klo hat ein englischer Blog unter dem Titel 10 Product and Campaign Blunders To Learn From zusammengefasst.
In einer englischen Marketing-Buzze scheint man daraus aber nicht gelernt zu haben: Der Social Network Doof wendet sich an Spiele-Freaks und andere Zielgruppen, die sich online treffen und austauschen möchten.
Warum gibt es wohl unter den Top Members des Doof Network wohl einen Tiger, eine übergewichtige Katze und John Bon Jovi? Weil sie kein deutsch können! Fraglich, ob die Betreiberfirma Doof the Forum in nächster Zeit plant, auch eine deutsche Version des Portals herauszubringen...aber wer so doof ist, wäre dazu auch noch fähig!







Doof: Addictive Gaming. Social Networking.